Zwischen Blick und Wahrnehmung

Das Gemälde «Tulpen auf einem schlechten Beispiel» ist aus einem Moment der Blockade entstanden. Ich hatte den Anspruch, gezielt und kontrolliert zu arbeiten, mit klaren Ideen und fertigen Konzepten. Doch genau das hat mich blockiert.
Also habe ich bewusst das Gegenteil gemacht. Ich habe eine alte Leinwand genommen, eine Leinwand, die bereits mehrfach bemalt war und habe angefangen, ohne Plan zu arbeiten. Ich habe Regeln gebrochen, Techniken ignoriert, Schichten übermalt, zerstört und wieder aufgebaut.
Dieser Prozess war befreiend. Er hat mir gezeigt, dass Kunst nicht immer aus Kontrolle entsteht, sondern oft genau dann, wenn man sie loslässt.

Tulpen auf einem schlechten Beispiel

Öl auf Leinwand

69.5 / 100cm

2026

CHF 800.-

 

Das Werk «Das Bild, das nie fertig wird» ist das Gegenteil des Gemäldes «Tulpen auf einem schlechten Beispiel». Die Leinwand wurde sorgfältig vorbereitet, grundiert und die Techniken entsprechend angewendet. In Kombination mit Schichten, Nass-in-Nass-Technik und Spachteltechnik entwickelte sich das Bild stetig weiter, doch immer wieder beginnt etwas Neues, so dass sich das Gemälde nicht voll-ständig vollenden lässt.
Jeder Versuch, es fertig zu stellen, fühlt sich falsch an. Es bleibt in einem Zustand zwischen Werden und Sein. Der Titel macht diese Spannung bewusst: «Das Bild, das nie fertig wird.»
Damit wird das Unvollendete zur eigentlichen Aussage. Das Werk zeigt, dass Kunst nicht immer einen Abschluss braucht. Manche Gemälde leben genau in diesem offenen Zustand, als Moment im Prozess und nicht als endgültiges Ergebnis.

Das Bild, das nie fertig wird
Öl auf Leinwand (selbst gebaut)
Seit 2016 bis ?

80 / 60 cm 
CHF 600.-

 

Durch das neu gelernte Loslassen bin ich zurück zum Menschen gekommen. Ich habe gemerkt, dass mich nicht das Perfekte interessiert, sondern das Wahrgenommene. Das, was zwischen den klaren Linien liegt. 

Deshalb habe ich mich entschieden, auf das Offensichtlichste zu verzichten: den Blick.
Die Augen gelten als Zugang zur Seele, doch für mich ist das unvollständig. Ein Mensch zeigt sich nicht nur im Blick, sondern in seiner Haltung, in seiner Ausstrahlung und in allem, was ihn umgibt. Indem ich die Augen verberge oder entziehe, verschiebe ich den Fokus.
Die betrachtende Person ist gezwungen, anders wahrzunehmen. Der Mittelpunkt, der bei Porträts oder Figurmalerei oft in den Augen liegt, verlagert sich auf das gesamte Bild. So wie auch ich selbst Menschen wahrnehme. Auch die Ausführung bleibt deshalb bewusst unvollständig.
Die Zeichnung, die Linien und die ersten Striche bleiben sichtbar. Nicht als Skizze, sondern als Teil des Gemäldes. Denn ein Mensch muss nicht vollständig ausgearbeitet sein, um präsent zu sein. Diese Bilder sind deshalb nicht nur Porträts, sondern auch der Versuch zu zeigen, wie Wahrnehmung funktioniert, wenn man sich von den Erwartungen einer typischen Wahrnehmung löst.

Frau in Violette 
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand (selbst gebaut)
2026
60 / 50cm
CHF 600.-

Frau in Pink
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand (selbst gebaut)
2026
40 / 30cm
CHF 300.-

 

Frau in Grün
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand
40 / 30cm
2026

CHF 250.-

 

Frau in Blau
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand (selbst gebaut)
19 / 38cm
2026

CHF 200.-

Meditierende Frau
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand (selbst gebaut)
2026
40 / 30cm
CHF 300.-

 

 

 

Zwischen Spannung und Ruhe 
Öl und Pitt in Ölbasis auf 

Leinwand (selbst gebaut)
2026
65 / 50cm

CHF 600.-